Selbstverständnis
Das Europa-Haus Marienberg verfolgt die Aufgabe, das Engagement für ein vereintes Europa zu fördern. Mit diesem Auftrag entwickelt das pädagogische Team der Stiftung zeitgerechte Bildungsangebote, die sich an den Fragen und Interessen der Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer orientieren.
Unsere Arbeit mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und politisch interessierten Menschen unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft motiviert zur aktiven Mitgestaltung des europäischen Einigungsprozesses.
Das Europa-Haus Marienberg versteht sich dabei als Diskussions- und Informationsforum, das im partnerschaftlichen Dialog mit seinen Seminar- und Konferenzteilnehmern eine kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Fragen der Europapolitik ermöglicht.
"Unsere Vision" war und bleibt das ganze Europa, nicht nur das Kerneuropa der Sechs, das ganze Europa vereint in Freiheit und Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität.
Leitbild der Jugend- und Erwachsenenbildungsarbeit im Europa-Haus Marienberg ist, Menschen aus allen Regionen unseres Kontinents zu unterstützen, gemeinsame Vorstellungen über die Zukunft Europas zu entwickeln und zu vertiefen.
Mit mehr als 100 Veranstaltungen pro Jahr leistet die Stiftung so ihren Beitrag, um die europäische Integration voranzutreiben. Jährlich tragen über 4.500 Gäste, Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Vision einer freiheitlichen und demokratischen Föderation der europäischen Länder in ihre jeweilige Heimat.
"Nie wieder Krieg zwischen den Völkern Europas!" - das war die Lehre, die engagierte junge Europäer der ersten Stunde aus den unfassbaren Schrecken der Vergangenheit zogen. Der mörderische Antagonismus der Nationalstaaten sollte durch eine freiheitliche Föderation der europäischen Völker überwunden werden. Mit diesem Ziel schufen sie 1951 im Hohen Westerwald die erste europäische Bildungs- und Begegnungsstätte für die junge Generation unseres Kontinents - das Europa-Haus in Bad Marienberg.
Bis heute sind hier bereits über 200.000 Europäer aus Nord und Süd, West und Ost zusammengekommen, um miteinander in Dialog zu treten und sich über die Vielfalt unseres Kontinents und seiner politischen Entwicklung auszutauschen. Im überzeugten Respekt vor dem jeweils anderen begleiteten sie in Seminaren und Tagungen kritisch die bisherigen Etappen der europäischen Integration: Europarat, Montanunion, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und Vollendung des Binnenmarktes bis zur heutigen Europäischen Union der 27 Mitgliedstaaten und der Schaffung einer gemeinsamen Währung.







